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OPNexus unter macOS installieren

OPNexus läuft als Docker-Stack. Auf dem Mac nutzt du dafür die App Docker Desktop: Herunterladen und Entpacken im Finder, Einrichten und Starten mit wenigen Befehlen im Terminal, alles Weitere in der App. Diese Anleitung führt vom leeren Mac bis zur Anmeldung.

Vorab: Was du wissen solltest

Voraussetzungen

Schritt 1: Docker Desktop installieren

  1. Lade Docker Desktop von docker.com, passend zu deinem Mac: „Apple Chip“ oder „Intel Chip“ (welcher es ist, zeigt › Über diesen Mac).
  2. Öffne die .dmg-Datei und ziehe Docker in den Ordner Programme. Starte Docker aus dem Programme-Ordner, akzeptiere die Nutzungsbedingungen und bestätige die Einrichtung mit deinem Passwort. Die Anmeldung bei Docker kannst du überspringen.
  3. Warte, bis unten links „Engine running“ steht.
  4. Schalte unter Settings › General „Start Docker Desktop when you sign in to your computer“ ein.

Schritt 2: OPNexus herunterladen und einrichten

  1. Lade das Release-Bundle opnexus-1.34.1.tar.gz herunter (alle Versionen auf der Release-Seite). Ein Doppelklick im Finder entpackt es zum Ordner opnexus-1.34.1. Verschiebe den Ordner an einen festen Platz, zum Beispiel in deinen Benutzerordner.
  2. Öffne das Programm Terminal (Programme › Dienstprogramme). Tippe cd (mit Leerzeichen), ziehe den Ordner opnexus-1.34.1 aus dem Finder ins Terminal-Fenster und drücke Enter.
  3. Lege die Einstellungsdatei an und öffne sie in TextEdit. Der Finder erlaubt keine Dateinamen, die mit einem Punkt beginnen, deshalb geht das nur im Terminal:
    cp .env.example .env
    open -e .env
  4. Trage in TextEdit ein und speichere (⌘S):
    POSTGRES_PASSWORD=ein-langes-eigenes-passwort
    ADMIN_PASSWORD=dein-anmeldepasswort-mindestens-12-zeichen
    Schalte vorher unter Bearbeiten › Ersetzungen die „Intelligenten Anführungszeichen“ aus, falls dein Passwort Anführungszeichen enthält.

Schritt 3: OPNexus starten

  1. Gib im Terminal (weiter im OPNexus-Ordner) ein:
    docker compose up -d
    Beim ersten Mal lädt Docker die Images herunter; das dauert einige Minuten.
  2. Wechsle zu Docker Desktop › Containers. Dort erscheint die Gruppe opnexus. Klappe sie auf und warte, bis alle Dienste einen grünen Punkt haben und backend und frontend „healthy“ zeigen.

Anmelden und der Zertifizierungsstelle vertrauen

Öffne https://localhost und melde dich als admin mit dem ADMIN_PASSWORD aus der .env an; der Einrichtungsassistent führt durch die ersten Schritte. OPNexus nutzt eine eigene Zertifizierungsstelle, deshalb warnt der Browser zunächst. Die Verbindung ist trotzdem verschlüsselt.

Die Warnung dauerhaft beseitigen:

  1. Lade https://localhost/opnexus-ca.crt herunter (im Browser über „Weiter zur Seite“).
  2. Vergleiche vor dem Import den Fingerabdruck. Im Terminal, im OPNexus-Ordner:
    openssl x509 -in ~/Downloads/opnexus-ca.crt -noout -fingerprint -sha256
    docker compose exec -T proxy cat /data/caddy/pki/authorities/local/root.crt | openssl x509 -noout -fingerprint -sha256
    Beide Zeilen müssen denselben Wert zeigen.
  3. Doppelklick auf opnexus-ca.crt öffnet die Schlüsselbundverwaltung; das Zertifikat landet im Schlüsselbund „Anmeldung“. Doppelklick auf den Eintrag „Caddy Local Authority“ › „Vertrauen“ › „Bei Verwendung dieses Zertifikats“: Immer vertrauen, Fenster schließen und mit deinem Passwort bestätigen.
  4. Safari und Chrome übernehmen das sofort; Seite neu laden.
  5. Firefox hat einen eigenen Speicher: Einstellungen › Datenschutz & Sicherheit › Zertifikate anzeigen › Zertifizierungsstellen › Importieren.

Aus dem Netz erreichen

Sollen andere Rechner OPNexus öffnen, braucht dein Mac eine feste Adresse im Netz (zum Beispiel per DHCP-Reservierung). Trage sie mit open -e .env in der .env ein (hier beispielhaft 10.0.0.5):

OPNEXUS_SITES=10.0.0.5
OPNEXUS_DEFAULT_SNI=10.0.0.5
FRONTEND_ORIGIN=https://10.0.0.5
COOKIE_SECURE=true
TRUST_PROXY_HEADERS=true

Übernimm die Änderung mit docker compose up -d im OPNexus-Ordner. Fragt macOS, ob Docker eingehende Verbindungen annehmen darf, wähle „Erlauben“. Soll der Mac dauerhaft erreichbar bleiben, verhindere unter Systemeinstellungen › Energie (bzw. Batterie › Optionen) den automatischen Ruhezustand. Importiere die Zertifizierungsstelle auf jedem Rechner, der OPNexus nutzt (mit der Adresse statt localhost). Einzelheiten stehen im Handbuch.

Im Alltag: OPNexus in Docker Desktop

Fast alles erledigst du in der Docker-Desktop-App, Bereich Containers. Dort steht OPNexus als Gruppe opnexus mit den Diensten backend, frontend, proxy, postgres und postgres-backup.

AufgabeIn Docker Desktop
Läuft alles?Grüner Punkt bei jedem Dienst; backend und frontend zeigen zusätzlich „healthy“.
OPNexus anhalten / startenIn der Zeile opnexus auf ■ (Stop) bzw. ▶ (Start). Die Daten bleiben erhalten.
Einen Dienst neu startenIn seiner Zeile auf ⟳ (Restart), z. B. proxy nach einer Änderung der Adressen.
Protokoll ansehenAuf den Dienst klicken › Reiter „Logs“. Ohne ADMIN_PASSWORD steht im Log von backend beim ersten Start das erzeugte Anmeldepasswort.
Automatisch startenSettings › General › Start Docker Desktop when you sign in einschalten; die Container starten dann von selbst.

Vorsicht: Unter Volumes liegen die Daten von OPNexus (Datenbank, Zugangsdaten der Firewalls, Schlüssel). Ein gelöschtes Volume ist unwiederbringlich weg; lege vorher eine Vollsicherung an (unten).

Updates, Sicherung und Passwort: das Werkzeug opnexus

Das mitgelieferte Werkzeug opnexus ist ein Bash-Skript für Linux. Unter macOS startest du es stattdessen aus seinem Docker-Image, das Bash, Docker Compose und die Signaturprüfung schon enthält. Gib die Befehle im Terminal im OPNexus-Ordner ein (cd und den Ordner ins Terminal ziehen):

docker run --rm -it -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v "$PWD:/project" git.opnexus.dev/opnexus/opnexus-updater:latest opnexus status
AufgabeLetztes Wort statt status
Zustand und Versionstatus
Auf die neueste Version aktualisieren (prüft Signaturen, sichert die Datenbank, rollt bei Problemen zurück)update
Letztes Update zurücknehmenrollback
Datenbank sichernbackup
Vollsicherung inkl. Zugangsdaten (fragt nach einer Passphrase)backup --full
Neues Anmeldepasswort für adminpassword

Ausführlich: Dokumentation des Werkzeugs. Ein Update ersetzt auch die docker-compose.yml im Ordner (die alte bleibt als Sicherung liegen); eigene Änderungen gehören in eine docker-compose.override.yml.

Fehlerbehebung

ProblemLösung
command not found: dockerDocker Desktop läuft nicht oder wurde gerade installiert. Docker Desktop starten, warten bis „Engine running“, ein neues Terminal-Fenster öffnen.
./opnexus meldet Fehler (z. B. mapfile: command not found)Das Skript braucht Linux-Werkzeuge. Unter macOS das Werkzeug aus dem Docker-Image starten (Abschnitt oben).
„port is already allocated“Port 80 oder 443 ist belegt (z. B. ein lokaler Webserver). Den Dienst beenden oder in der .env PROXY_HTTPS_PORT und PROXY_HTTP_PORT ändern; dann https://localhost:PORT öffnen.
Ein Dienst bleibt rot oder startet immer neuIn Docker Desktop auf den Dienst › „Logs“. Häufig fehlt POSTGRES_PASSWORD in der .env oder TextEdit hat die Datei als .env.rtf gespeichert (dann neu mit open -e .env).
Zwei-Faktor-Codes werden abgelehntDie Uhr der Docker-Umgebung kann nach dem Ruhezustand abweichen. Docker Desktop beenden (Wal-Symbol in der Menüleiste › Quit) und neu starten.
Anmeldepasswort vergessenopnexus password über das Werkzeug (Abschnitt oben) setzt ein neues und zeigt es an.

Weitere Hilfe steht im Handbuch.