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OPNsense-Firewalls hinter NAT, CGNAT und Mobilfunk verwalten

Eine zentrale Verwaltung funktioniert nur, wenn sie die Firewall erreicht. Genau das ist bei Filialen, Kundenstandorten oder LTE-Anschlüssen oft nicht der Fall. Dieser Leitfaden zeigt, wofür der Management-Tunnel von OPNexus gedacht ist, wie er funktioniert und wo seine Grenzen liegen.

Das Problem: die Firewall ist von außen nicht erreichbar

OPNexus verwaltet eine Firewall über deren API, ruft also eine Adresse wie https://firewall/api/… auf. Im eigenen Netz oder über ein Standort-VPN ist das unproblematisch. Bei vielen Standorten ist es das nicht:

Die Firewall kann ins Internet, aber niemand kann von außen zu ihr.

Die üblichen Auswege und was dagegen spricht

Die Lösung: die Firewall wählt sich selbst ein

Der Management-Tunnel dreht die Richtung um. Auf dem OPNexus-Server läuft ein WireGuard-Hub. Jede Firewall baut von sich aus (also ausgehend, das funktioniert hinter jedem NAT) eine Verbindung zu diesem Hub auf. So entsteht ein kleines privates Netz, in dem jede Firewall eine feste Adresse hat, zum Beispiel 10.99.0.2. OPNexus erreicht ihre API über diese Adresse.

Ab dann verhält sich die Firewall wie jede andere: Regeln lassen sich mit Vorschau und automatischem Rückfall ausrollen, Updates planen, Backups und Logs abrufen, die Sicherheitslage prüfen. Das Festsetzen des Firewall-Zertifikats funktioniert ebenfalls durch den Tunnel.

Ein Beispiel

Du betreust fünf Standorte. Zwei davon erreichst du direkt, drei sind Filialen hinter DSL-Routern oder per LTE angebunden.

  1. Auf dem OPNexus-Server den Hub einschalten.
  2. Für jede der drei Filialen in OPNexus „Firewall hinzufügen“ wählen. OPNexus vergibt eine Tunneladresse und einen eigenen Pre-Shared Key und zeigt die Werte zum Kopieren.
  3. Diese Werte in der jeweiligen OPNsense unter VPN › WireGuard eintragen, einmalig und bei Bedarf aus der Ferne.
  4. Die Firewalls als Host mit ihrer Tunneladresse anlegen.

Danach lassen sich alle fünf Standorte gleich verwalten, ohne dass an einer Filiale etwas aus dem Internet erreichbar sein muss.

Was dafür nötig ist

Wie sicher ist das?

Grenzen

Häufige Fragen

Brauche ich den Management-Tunnel für Firewalls im selben Netz?

Nein. Er ist für Firewalls gedacht, die OPNexus sonst nicht erreichen würde, etwa hinter NAT, CGNAT oder Mobilfunk. Alles, was per LAN, VPN oder öffentlicher Adresse erreichbar ist, wird wie gewohnt angelegt.

Muss an der Filiale ein Port geöffnet werden?

Nein. Die Firewall baut die Verbindung von sich aus nach außen auf. Offen sein muss nur ein UDP-Port am OPNexus-Server.

Läuft der gesamte Verkehr der Filiale über den Tunnel?

Nein. Der Tunnel transportiert nur die Verwaltung von OPNexus, nicht den Nutzverkehr der Standorte.

Was passiert, wenn eine Firewall kompromittiert wird?

Der Hub nimmt von den Firewalls keine neuen Verbindungen an und leitet nichts zwischen Standorten weiter. Eine gekaperte Außenstelle erreicht deshalb weder OPNexus noch andere Firewalls. Ihr Schlüssel lässt sich in OPNexus mit einem Klick entfernen.

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